Posted by admin On September - 17 - 2017 0 Comment

Vor einigen Tagen wurden die neuen Typklassen für PKW-Modelle für das kommende Jahr vom Gesamtverband der deutschen Versicherer bekannt gegeben. Das heißt, für jeden Dritten Autofahrer haben sich die Typklasse in der Kfzversicherung geändert. Die Typklassen sind für jeden PKW festgelegt. Diese werden jedes Jahr neu definiert. Die Grundlage dafür ist, wie viele Schäden passierten im letzten Jahr mit diesem Typ von Fahrzeug in der Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung. Passierten mehr Schäden, aller Fahrzeuge dieses Types in Deutschland, als im Vorjahr, dann werden die Typklassen etwas höher angesetzt, als sie vorher waren. Passierten aber wenigere Schäden, dann kann es auch möglich sein, dass die Typklassen gesenkt werden. Anhand dieser Typklassen und weiteren Merkmalen, kann die Versicherung dann ihre Beiträge für die Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung festlegen. Umso niedriger die Typklassen festgelegt werden, umso weniger muss der Versicherte dann für die Versicherung bezahlen. Für die meisten Autofahrer ändert sich im nächsten Jahr nichts. Bei der Haftpflichtversicherung bleiben ungefähr ein Drittel der Fahrzeuge in der gleichen Typklasse. In der Vollkasko bleiben knapp über die Hälfte und in der Teilkasko bleiben genau ein Drittel bei der gleichen Typklasse.

Natürlich gibt es auch Modelle, die laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherer ziemlich hervorstechen. Einige Modelle werden um einiges höher gestuft als normal. Wie zum Beispiel das Opel Astra G-Cabrio T98/C, das sich in der Haftpflichtversicherung um vier Klassen verbessert hat, aber dafür das Modell Opel Astra-J 1.6 fünf Klassen in der Haftpflichtversicherung nach oben gestuft wird. Das heißt, wer dieses Modell besitzt, muss tiefer in die Taschen greifen.

Weitere Beispiele sind der Mercedes GLK 220 CDI mit 125 KW. Die Typklasse von 2011 in der Kfz Versicherung war bei 25 in der Vollkaskoversicherung. In 2012 ist sie jetzt bei 22. Wird also für den Besitzer um 3 Klassen günstiger. Im Gegensatz hierzu wird dafür der Honda CR-V 2.0 mit 110 KW um drei Klassen teurer in der Vollkaskoversicherung. Er steigt von 21 in 2011 auf 24 in 2012 in der Vollkaskoversicherung.

Auch in der Teilkasko haben die Halter von einem Toyota Corolla Verso 1.6 mit 81 KW Glück gehabt. Hier wird die Typklasse von 18 auf 16 reduziert, was man vom Toyota RAV4 2.2 D-CAT mit 130 KW nicht behaupten kann. Er steigt von 21 auf 24 in der Teilkaskoversicherung. Wird also teurer für den Halter. In der Haftpflichtversicherung gibt es auch solche gegensätzlichen Beispiele. Der Skoda Fabia Combi 1.6 mit 77 KW sinkt in der Typklasse von 17 auf 14 und wird somit günstiger. Der Peugeot 308 SW 1.6 T wird für die Halter teurer, weil er von 15 auf 18 in der Typklasse der Haftpflichtversicherung steigt.

Jeder kann im Internet nachschauen wie die Typklasse für sein eigenes Auto in 2012 wird. Dafür wird nur die Hersteller- und Typschlüsselnummer vom Fahrzeugschein benötigt. Diese muss eingegeben werden, dann wird schon die Typklasse angezeigt. Falls man dies nicht nachschauen möchte, kann man sich auch bis ca. November gedulden, denn in diesem Zeitraum wird die Beitragsrechnung für das kommende Jahr von der Versicherung direkt an die Versicherungsnehmer gesandt. Hier stehen dann auch die Typklassen und die neuen Beiträge für das Jahr 2012 drauf.

Sind die Beiträge dann zu teuer, hat man die Möglichkeit bis zum 30.November zu kündigen oder man akzeptiert die Beiträge für das kommende Jahr. Wenn man kündigt, muss es nicht unbedingt heißen, dass die Versicherung woanders günstiger ist, da alle Versicherungen die gleichen Typklassen zugrunde legen müssen.

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