Posted by admin On Juni - 28 - 2011 0 Comment

Dass es weder klug noch legal ist, ohne Pflichtversicherung mit dem Auto unterwegs zu sein, ist nicht sonderlich überraschend: in Deutschland etwa sterben jährlich um die 100 Personen bei Unfällen, die Zahl der verletzten beläuft sich auf zirka 70.000. Dem lässt sich mehr als deutlich entnehmen, dass Autoverkehr eine gefährliche Angelegenheit ist, aller Regelungen und Kontrollen zum Trotz. Man fährt also versichert, um zumindest finanzielle Schäden so gut es geht abdecken zu können, wobei das Klassensystem der Versicherungsgesellschaften nicht immer leicht zu durchblicken ist.

Was ist eine Schadenfreiheitsklasse?

Es handelt sich dabei schlicht um eine Einstufung die der Versicherer vornimmt, und die über die Höhe der monatlichen Beiträge entscheidet. Wie der Name bereits vermuten lässt, führt Schadensfreiheit, also der Zeitraum, in dem der Fahrer oder die Fahrerin ohne Unfall geblieben ist, zu einer Höherstufung. Konkret bedeutet das, dass sich der zu zahlende Beitrag um einen gewissen Prozentsatz verringert. Dieser ist keinesfalls bei jeder Gesellschaft gleich, und auch Anzahl der Klassen sowie der Bemessungszeitraum für die Einstufung in eine andere unterscheiden sich drastisch. Um einen Überblick über die jeweiligen Regelungen zu bekommen, können auf etlichen Internetplattformen die jeweiligen Tarife ausgerechnet werden. Eine solche findet man unter www.autoversicherungvergleich.com.

Wann wird eine neue Einstufung vorgenommen?

Trotz der Verschiedenheit der Berechnungsmodelle, treffen doch einige Regeln auf alle Versicherungsanstalten zu: Zum einen gilt das Rabattsystem ausschließlich für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, so gut wie nie für Teilkasko. Weiters können die „erfahrenen“ Prozente bei einem Versicherungswechsel mitgenommen werden, so dass ein Umstieg nicht die unangenehme Folge nach sich zieht, wieder in die niedrigste Kategorie zurückzufallen. Für die Versicherung eines Zweit- oder gar Drittwagens brauchen ebenfalls nicht erneut unfallfreie Jahre gesammelt zu werden, um den Rabatt einer bereits erreichten Stufe zu erhalten. In die andere Richtung funktioniert das Klassenmodell natürlich ebenso, denn sobald der Versicherungsschutz in Anspruch genommen wurde, sprich ein Unfall oder Schadensfall eingetreten ist, rutscht man in eine niedrigere Schadensfreiheits-, oder kurz SF- Klasse ab. Allerdings ist diese Praxis nicht mehr bei allen Gesellschaften üblich.

Die trockene Theorie zu diesem Thema lässt sich also relativ kurz zusammenfassen. Wie die einzelnen Versicherungsanbieter es aber handhaben, muss wohl oder übel selbst verglichen werden.

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