Posted by admin On Januar - 8 - 2011 0 Comment

Bisher musste jedes Zweitfahrzeug separat versichert werden, auch wenn es z.B. über den Winter nicht gebraucht wird. Dies trifft vor allem bei Cabrios oder Wohnmobilen zu. Da fragt man sich doch, warum man diese Fahrzeuge versichern muss, obwohl man sie gar nicht benötigt. Zwar gibt es Saison- oder Oldtimerkennzeichen, allerdings wäre ein Kennzeichen, welches man flexibel für verschiedene Autos einsetzen könnte, weit aus praktischer.

Das Wechselkennzeichen gibt es schon seit längerem in der Schweiz und in Österreich. Dort wird es Wechsel-Kontrollschild oder Wechselnummer genannt. In Österreich sind zum derzeitigen Standpunkt knapp 10 Prozent mit diesem Kennzeichen unterwegs. Nach dem großen Erfolg in diesen beiden Ländern hat die deutsche Regierung beschlossen, dass Wechselkennzeichen auch in der Bundesrepublik einzuführen.

Das Wechselkennzeichen gilt für bis zu 3 Autos:
Das Besondere an dem Wechselkennzeichen in Deutschland: Mit diesem kann man ab Sommer 2011 bis zu 3 Fahrzeuge auf eine Nummer zulassen.
Allerdings darf immer nur eines der Fahrzeuge bewegt werden. Aus diesem Grund wird das Wechselkennzeichen auch nicht zur direkten Konkurrenz zur klassischen Zweitwagenversicherung, da doch viele Familien zwei Fahrzeuge zur gleichen Zeit benutzen.
Besteuert und versichert wird dabei jeweils das teuerste Fahrzeug, so das Konzept des Automobilclubs ADAC. Auf Dauer wird somit richtig viel Geld gespart.

Das Wechselkennzeichen setzt einen deutlichen Anreiz für verbrauchsarme Fahrzeuge:
Hintergrund des Wechselkennzeichens ist es, dass mehr abgasarme Fahrzeuge zugelassen werden. So setzt das variable Kennzeichen einen deutlichen Anreiz, sich beispielsweise in für die Stadt einen verbrauchsarmen Zweitwagen anzuschaffen. Aber auch für Oldtimer, Wohnmobile, Motorräder oder Elektroautos ist dieses System interessant. Das hilft nicht nur dem Geldbeutel, sondern kommt auch der Umwelt zu Gute.

Das Wechselkennzeichen soll den Automarkt kräftig ankurbeln:
Daher dürfte das neue Kennzeichen auch den Autoumsatz kräftig ankurbeln. Experten des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen haben voraus gesagt, dass ca. 1,3 Millionen Autos zusätzlich gekauft werden. Aus diesem Grund, soll das Wechselkennzeichen auch nicht zu Steuerverlusten führen, da für jedes Auto natürlich auch Mehrwertsteuer bezahlt werden muss.

Bisher haben die meisten Menschen eine teure Zusatzversicherung und -steuer vor einem Zweitwagenkauf abgeschreckt. Mit dem neuen Wechselkennzeichen soll sich dies nun grundlegend ändern.

Kein Mehraufwand für Behörden und Versicherungen:
Dadurch, dass nur das teuerste Fahrzeug besteuert und versichert werden muss, dürfte zudem für Behörden und Versicherer kein Mehraufwand entstehen.

Fazit:
Die Einführung des Wechselkennzeichens in Deutschland ist längst überfällig. Endlich kann man sich günstig einen Zweitwagen halten, ohne diesen zusätzlich zu versichern und zu versteuern.

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