Posted by admin On Januar - 10 - 2011 0 Comment

2008 – Das Jahr der Krise

Ende 2008 war es amtlich: Es war das schwächste Jahr am US-Automobilmarkt seit 15 Jahren. Die Verkaufszahlen sanken auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die Autoverkäufe bei allen nahmhaften Herstellern brachen deutlich ein. Am ärgsten litten die großen amerikanischer Autobauer unter der Rezession. Chrystler verzeichnete im Dezember 2010 einen Rückgang der Autoverkäufe um mehr als 50%, General Motors und Ford um mehr als 30%. Auch die deutschen Hersteller bekamen diese Entwicklung zu spüren. Hier veloren besonders die Premiumhersteller die Porsche, BMW und Mercedes ihre Kunden. Sie büßten im Dezember bis zu 40% ihrer Verkäufe ein. Mit vergleichsweise kleinen verlusten konnten sich VW, sowie die Mercedes-Tocherfirma Smart und die BMW-Marke Mini behaupten. Sie ziegten im Jahresvergleich Verluste von weniger als 5%. Der gesamte Markt büßte insgesamt fast drei Millionen Verkäufe – knapp 20% im Vorjahresvergleich – ein.

2009 – Von falschen Propheten und staatlichen Rettungsankern

Angesichts der enormen Einbrüche Am US-Automarkt prophezeiten Ökonomen und Fahrzeughersteller katastrophale Absatzzahlen für das Jahr 2009. Doch von der Entwicklung am US-Automarkt zeigte sich auch die Regierung nicht unbeeindruckt und folgte mit der Einführung der Abwrackprämie als wirtschaftspolitischer Rettungsanker dem Beispiel zentraleuropäischer Staaten. So sollten im Jahr 2009 bis zu 4 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Autoindustrie in den markt fließen. Um diesen Trend zu unterstützen lockten die amerikanischen Automobilhersteller mit großen Rabatten auf die Restbestände des Vorjahres und niedrigen Zinsraten für Autokäufe. So gelang es die Rezession zu bremsen und die zu Jahresbeginn prophezeiten Absatzeinbrüche einzudämmen. Die deutschen Autohersteller hielten ihr Niveau vom Vorjahr mit kleineren Verlusten um 5% für VW und Audi sowie größeren Verlusten bei den Premiumherstellern von bis zu 25%. Gewinner dieser Politik waren vor allem Toyota und die amerikanischen Hersteller, allen voran Ford. Zwar fielen die Absatzzahlen weiter um bis zu 36% im Falle von Chrystler, der Trend gegen Jahresende zeigte jedoch eine deutliche Entspannung des Marktes im Vergleich zum Vorjahr. So konnten GM und Chrystler ihre Verluste im Dezember auf 6% beziehungsweise 4% eindämmen, Ford und Toyota ihre Absätze um knapp ein Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern. Spitzenreiter der deutschen Automobilindustrie im Dezember waren VW und Audi mit 17% beziehungsweise 16% Absatzplus. Doch auch die deutschen Premiumhersteller konnten deutlich zulegen: Der Absatz der Marken BMW, Audi und Mercedes stieg im Vorjahresvergleich um bis zu 11,5% und Porsche gelang es zumindest das Niveau vom Vorjahr zu halten.
Dieser Trend ließ vor allem die strauchelnden amerikanischen Hersteller GM und Chrystler aufatmen, da die drohende Insolvenz abgewendet scheint. Zweifel am unverhofften Aufschwung werden seitens der Wirtschaftsanalytiker laut: Die Einführung der Abwrackprämie führe nur zu einer Verlagerung des Problems und so sei im Jahr 2010 mit weiteren Absatzeinbrüchen zu rechnen, da viele Abnehmer den anstehenden Autokauf nur vorverlegt hätten.

2010 – Fortsetzung des Trends und rosige Aussichten

Das Jahr 2010 sollte dann den vom Dezember 2009 aufgezeigten Trend fortsetzen. Bis auf Toyota konnten alle großen Automobilhersteller höhere Absätze als noch im Vorjahr verbuchen: GM konnte nach zwei Jahren der Rezession einen Zuwachs von rund 6% zum Vorjahr verbuchen, Chrystler ein Plus von 16%, Ford eine Absatzsteigerungen von 19. Lediglich Toyotas Marktanteil schrumpfte um 3% auf 15%, womit der Konzern seinen Platz auf dem Treppchen der Automobilhersteller nicht mehr gegen die amerikansiche Konkurrenz behaupten konnte. Die deutschen Automobilhersteller konnten um durchschnittlich etwa 16% zulegen, ihr Marktanteil bleibt zu den großen des amerikanischen Automarktes GM, Ford, Chrystler und Toyota mit insgesamt 10% jedoch weiterhin gering. Die befürchtete Krisenverlagerung durch die Abwrackprämie hat sich somit nicht bewahrheitet, die Rettungs- und Sanierungspolitik der Regerung wurde viel mehr bestätigt.

Die Zukunft steht in den Augen der amerikanischen Automobilindustrie im Zeichen des Aufschwungs. So rechnet Ford zurückhaltend mit einer Steigerung des Absatzes von 11,5 auf 12,5-13,5 Millionen Fahrzeugen, während GM deutlich optimistischer in die Zukunft sieht und ein Marktvolumen zwischen 15 und 16 Millionen Fahrzeugen erwartet.

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